Berufe - Überblick
Wenn Unternehmen einkaufen gehen, geht es meist um viel Geld. Daher sollten Mitarbeiter/innen, die für die Beschaffung von Waren und Dienstleistungen in Unternehmen zuständig sind, über Verhandlungsgeschick und gutes Zahlenverständnis verfügen.
Einkäufer/innen arbeiten gewöhnlich für größere Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Dienstleistung und Handel.
In vielen Klein- und Mittelbetrieben leistet man sich keine Einkäufer/innen als eigenes Personal; hier übernehmen Lagerverwalter/innen, Verkäufer/innen oder sonstige Bürokräfte die Aufgaben des Einkaufs.
Der Großteil der Arbeitskräfte in diesem Bereich arbeitet als Angestellte.
Einkäufer/in
Industriekaufmann/frau
Einkaufstechniker/in
Informationsbeschaffung
Einerseits müssen Einkäufer/innen den internen Bedarf an Gütern erheben und Bedarfslisten erstellen, andererseits müssen sie den Markt (Preise und Lieferanten) beobachten. Um die Preise von Gütern zu bestimmen, vergleichen Einkäufer/innen verschiedene Angebote und analysieren Einkaufstrends.
Einkauf
Einkäufer/innen verhandeln Preise von Waren, um möglichst gute Konditionen für Unternehmen zu erzielen. Nachdem eine Kaufentscheidung getroffen wurde, müssen in Verträgen die Zahlungs- und Liefermodalitäten festgehalten werden.
Warenorganisation
Die Einkäufer/innen informieren die betroffenen Abteilungen im Unternehmen über Lieferdatum, Menge und Qualität der angeforderten Güter. Für manche Waren müssen spezielle Vorbereitungen für die Lagerung getroffen werden. In anderen Fällen muss der Transport organisiert werden.
Verwendung von Software
Gewöhnlich arbeiten Einkäufer/innen mit Softwareprogrammen, die die Ressourcenplanung im Unternehmen unterstützen (ERP-Systeme wie SAP). Weiters verwenden sie MS Office-Anwendungen (insb. MS Excel) und Programme für den E-Mail-Verkehr und die Terminkoordination (z.B.: Lotus Notes).
Das durchschnittliche Bruttoeinkommen für Berufseinsteiger/innen liegt zwischen 860 und 1.240 Euro im Monat. Erfahrene Einkäufer/innen kommen auf 1.500 bis 2.500 Euro monatlich, mit sehr guten Qualifikationen auch über 3.000 Euro.
Es gibt regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede bezüglich des Gehalts: In städtischen Gegenden ist der Verdienst normalerweise höher. Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch 5 - 7 Prozent weniger als ihre Kollegen.